Elif ist 17 Jahre alt, besucht die siebte Klasse eines Gymnasiums in Wien und interessiert sich sehr für Wirtschaft und Politik. Neben der Schule gibt sie Nachhilfe in Mathematik und verdient damit ru...
nd 280 Euro im Monat. Zusammen mit 50 Euro Taschengeld hat sie monatlich 330 Euro zur Verfügung. Elif gibt etwa 180 Euro im Monat aus — für Öffi-Ticket, Mittagessen, Kleidung und Freizeit — und legt den Rest auf ein Tagesgeldkonto. Im Rahmen eines Schulprojekts zum Thema Geldpolitik recherchiert Elif, wie die Europäische Zentralbank den Leitzins festlegt und was das für Sparerinnen und Sparer bedeutet. Sie erfährt, dass der Leitzins in den letzten Jahren stark geschwankt hat und dass die Zinsen auf Sparprodukte davon direkt abhängen. Gleichzeitig liest sie, dass die Inflation in Österreich zeitweise über 8 Prozent lag — und versteht plötzlich, warum ihre Oma sagt, dass Sparen allein nicht mehr reicht. Elif will nun verschiedene Strategien vergleichen: Soll sie ihr Geld auf dem Tagesgeldkonto lassen, in Festgeld anlegen, oder vielleicht sogar einen Teil in einen Fonds investieren? Sie weiß, dass jede Entscheidung Vor- und Nachteile hat, und will eine fundierte Wahl treffen. Ihre Wirtschaftslehrerin empfiehlt ihr, das magische Dreieck der Geldanlage zu berücksichtigen: Sicherheit, Liquidität und Rendite. In den folgenden Aufgaben analysierst du gemeinsam mit Elif verschiedene Anlagestrategien, berechnest reale Renditen unter Berücksichtigung der Inflation und bewertest, welche Sparform in welcher Lebenssituation sinnvoll ist. Du lernst, kritisch über Zinsangebote nachzudenken und eigene Anlageentscheidungen zu begründen.
Fülle die Lücken mit den passenden Begriffen aus der Wortbank.
Ordne die folgenden Sparformen den passenden Beschreibungen zu. Achtung: Es gibt mehr Beschreibungen als Sparformen — zwei davon passen zu keiner Sparform.
Beschreibungen:
Elif überlegt, ob sie einen Teil ihres Ersparten in einen Investmentfonds anlegen soll, anstatt alles auf dem Tagesgeldkonto zu lassen. Sammle jeweils mindestens drei Argumente für und gegen das Investieren.
Soll Elif einen Teil ihres Ersparten in einen Investmentfonds anlegen, anstatt alles auf dem Tagesgeldkonto zu lassen?
Beantworte die folgenden Fragen in eigenen Worten.
a) Elif hat 2.000 Euro gespart. Ihr Tagesgeldkonto bietet 1,5 Prozent Zinsen, ein Festgeldangebot bietet 3,2 Prozent für 2 Jahre. Die aktuelle Inflationsrate liegt bei 2,8 Prozent. Berechne den Realzins für beide Optionen und bewerte, welche sinnvoller ist.
b) Erkläre das magische Dreieck der Geldanlage anhand eines konkreten Beispiels. Warum ist es unmöglich, eine Anlage zu finden, die gleichzeitig maximale Sicherheit, höchste Rendite und volle Liquidität bietet?
c) Eine Bank wirbt mit folgendem Angebot: 4 Prozent Zinsen auf ein neues Sparkonto, wenn man mindestens 5.000 Euro für 3 Jahre anlegt. Analysiere dieses Angebot kritisch: Welche Fragen sollte man sich stellen, bevor man das Angebot annimmt?
Erkläre die folgenden Begriffe in eigenen Worten. Schreibe jeweils zwei bis drei Sätze.
a) Was versteht man unter dem magischen Dreieck der Geldanlage? Erkläre die drei Ecken und warum man bei jeder Anlageentscheidung Kompromisse eingehen muss.
b) Was ist der Realzins und warum ist er für Sparerinnen und Sparer wichtiger als der Nominalzins? Beschreibe den Zusammenhang anhand eines Beispiels.
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.