Es ist Frühjahr 2026. Donald Trumps Zollpolitik hat die globalen Märkte erneut in Unruhe versetzt. Auf chinesische, mexikanische und europäische Industrieprodukte gelten neue Aufschläge zwischen 20 % und 60 %. Vergeltungszölle aus Brüssel und Peking sind angekündigt.
Sarah ist Schülerin einer 7. Klasse AHS und hat das Gefühl, von Zöllen ständig zu hören – aber niemand erklärt, wie all das wirklich zusammenhängt. Im Wirtschaftsunterricht möchte sie endlich verstehen: Warum sind globale Lieferketten so empfindlich? Wie wirken Zölle auf Inflation, Wechselkurse und Beschäftigung?
Ihre Lehrerin bringt zur Stunde aktuelle Schlagzeilen mit: Voestalpine warnt vor Auftragseinbrüchen in den USA, BMW erwägt eine Verlagerung der Produktion, der Euro hat gegenüber dem US-Dollar nachgegeben, und die OECD korrigiert ihre Wachstumsprognose nach unten.
Die Aufgabe: Sarah und ihre Klasse sollen analysieren, wie eine politische Entscheidung in Washington über mehrere Wirkungsketten – Import, Export, Lieferkette, Wechselkurs, Inflation, Geldpolitik – bis ins Leben einer österreichischen Familie reicht.
Quellen für dieses Szenario: OECD Trade in Value Added Database (2024) · IMF World Economic Outlook (2025) · WKO Außenhandelsstatistik Österreich (2024) · Hinweis: Konkrete Zollsätze und Reaktionen sind als didaktisches Eskalationsszenario formuliert
Vervollständige den Text mit den passenden Begriffen aus der Wortbank. Achte auf die wirtschaftlichen Zusammenhänge.
Ordne den folgenden Begriffen die jeweils passende ökonomische Wirkung oder Definition zu.
Beschreibungen:
Beurteile die folgenden ökonomischen Aussagen kritisch.
Zölle werden ausschließlich von ausländischen Unternehmen bezahlt und belasten heimische Konsumenten nicht.
Vergeltungszölle treffen oft Branchen, die ursprünglich gar nicht Teil des Konflikts waren.
Eine globale Lieferkette ist robuster, je weniger Länder daran beteiligt sind.
Handelsbilanzdefizite sind grundsätzlich ein Zeichen wirtschaftlicher Schwäche.
Eine restriktivere Handelspolitik kann kurzfristig einzelne Branchen schützen, aber langfristig die Innovationsfähigkeit eines Landes schwächen.
Trumps Zollpolitik ist eine bewusste Abkehr vom Freihandel. Sammle Argumente für beide Positionen.
Sollten Industrieländer wie die USA und die EU einen stärker protektionistischen Kurs einschlagen, um eigene Industrien und Arbeitsplätze zu schützen, oder ist Freihandel langfristig der bessere Weg?
Beantworte die folgenden Fragen ausführlich und mit ökonomisch fundierten Argumenten.
a) Erkläre in eigenen Worten die Wirkungskette: Wie kann ein US-Zoll auf chinesische Halbleiter den Endpreis eines Autos in Österreich erhöhen? Verwende dabei die Begriffe Lieferkette, Vorprodukt und Kostenüberwälzung.
b) Diskutiere kritisch: Wer profitiert in den USA von Trumps Zöllen, und wer trägt die Kosten? Unterscheide dabei zwischen kurzfristigen und langfristigen Effekten.
c) Welche strategische Antwort sollte deiner Meinung nach die EU geben – mehr Diversifikation der Handelspartner, eine eigene Industriepolitik, oder weiteres Festhalten am Freihandel? Begründe deine Position.
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.