Markus ist 17 Jahre alt und hat vor Kurzem seinen ersten Ferialjob in einem Supermarkt begonnen. Als er seinen ersten Lohnzettel bekommt, stellt er fest, dass von seinem Bruttolohn von 1.500 Euro nur etwa 1.230 Euro auf seinem Konto landen. Er fragt seinen Vater, wo das restliche Geld geblieben ist.
Sein Vater erklärt, dass automatisch Sozialversicherungsbeiträge und Lohnsteuer abgezogen werden. Die Sozialversicherung umfasst Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung. Markus ist überrascht, dass sein Arbeitgeber zusätzlich Beiträge für ihn zahlt – ungefähr noch einmal die Höhe seines eigenen Anteils.
Seine Großmutter erzählt, dass sie jeden Monat eine Pension von der Pensionsversicherungsanstalt (PVA) erhält. Sie hat 40 Jahre lang gearbeitet und eingezahlt. Markus versteht: Die Beiträge, die heute abgezogen werden, finanzieren die Pensionen der heutigen Pensionierten – das ist das Umlageverfahren.
Markus möchte genauer verstehen, wie die Beiträge berechnet werden, welche Leistungen ihm zustehen, welche Sozialversicherungsträger es in Österreich gibt und wie sich das österreichische System vom rein kapitalgedeckten Modell unterscheidet.
Quellen für dieses Szenario: Dachverband der Sozialversicherungsträger, Beitragsrechtliche Werte 2026 · ÖGK, „Über uns – Aufgaben und Geschichte“ (2025) · Pensionsversicherungsanstalt PVA, Statistisches Handbuch (2024) · BMSGPK, Sozialschutz in Österreich (2025)
Setze die passenden Fachbegriffe aus der Wortbank in die Lücken ein. Jeder Begriff wird genau einmal verwendet.
Ordne die Leistungen dem jeweils richtigen Versicherungszweig zu. Achtung: Manche Versicherungszweige decken mehrere Leistungen ab, und eine Beschreibung passt zu keiner der Leistungen.
Beschreibungen:
Entscheide, ob die folgenden Aussagen über das österreichische Sozialversicherungssystem richtig oder falsch sind.
Beim Umlageverfahren spart jede:r Arbeitnehmer:in die eigene Pension individuell an.
Die Höchstbeitragsgrundlage bedeutet, dass ab einer bestimmten Einkommenshöhe keine zusätzlichen Sozialversicherungsbeiträge mehr anfallen – 2026 in Österreich rund 6.600 Euro pro Monat.
Geringfügig Beschäftigte unter der Grenze von rund 556 Euro pro Monat (2026) sind in Österreich automatisch voll sozialversichert.
Die Unfallversicherung in Österreich gilt auch für den direkten Weg zwischen Wohnung und Arbeitsplatz (Wegunfall).
Arbeitslosengeld erhält man in Österreich unbegrenzt lange, solange man keinen neuen Job findet.
In Österreich werden die gesetzlichen Pensionen über das Umlageverfahren finanziert. Sammle Argumente für und gegen dieses System aus unterschiedlichen Perspektiven (Solidarität vs. Eigenverantwortung).
Ist das Umlageverfahren ein gerechtes und zukunftsfähiges System zur Finanzierung der Pensionen, oder sollte ein größerer Teil über Kapitaldeckung organisiert werden?
Beantworte die folgenden Fragen ausführlich und in eigenen Worten. Verwende vollständige Sätze.
a) Erkläre den Unterschied zwischen dem Umlageverfahren und dem Kapitaldeckungsverfahren. Nenne jeweils mindestens zwei Vor- und zwei Nachteile.
b) Markus verdient brutto 1.500 Euro. Berechne, wie hoch ungefähr sein Dienstnehmer-Anteil zur Sozialversicherung ist (rund 18,12 Prozent). Was zahlt sein Arbeitgeber zusätzlich (rund 21,23 Prozent)? Wie hoch sind beide Beiträge zusammen?
c) Die Bevölkerung in Österreich wird immer älter. Welche Herausforderungen ergeben sich daraus für das Umlageverfahren? Skizziere zwei mögliche Lösungsansätze und nenne zu jedem ein Argument dafür und ein Argument dagegen.
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.