Trumps Zollpolitik — Auswirkungen auf Europa und Österreich

Mittel⏱ 30 Minuten

📖 Szenario

Im Jänner 2025 begann US-Präsident Donald Trump eine aggressive Zollpolitik: Zuerst verhängte er hohe Zölle auf chinesische Waren, dann folgten Kanada, Mexiko und schließlich die Europäische Union. Sein Ziel: amerikanische Unternehmen schützen und mehr Produktion in die USA holen.

Die EU reagierte zunächst mit Gegenzöllen auf amerikanische Produkte wie Whiskey, Motorräder und Jeans. Es drohte ein unkontrollierter Handelskrieg, der beiden Seiten geschadet hätte.

Im Juli 2025 kam es schließlich zu einem Kompromiss: Die EU akzeptierte einen einheitlichen Zollsatz von 15 % auf die meisten Waren. Für Stahl und Aluminium blieb der Zoll bei 50 %. Im Gegenzug versprach die EU, mehr amerikanische Produkte zu kaufen und in den USA zu investieren.

Kritiker meinen, dass die EU den Kompromiss teuer erkauft hat und sich damit wirtschaftlich stärker von den USA abhängig macht. Befürworter sagen, dass ohne das Abkommen ein noch schlimmerer Handelskrieg gedroht hätte.

1

Die Chronologie des Handelskonflikts

Vervollständige die folgenden Sätze mit den passenden Begriffen aus der Wortbank.

ExportvolumenGegenzöllenHandelskriegStahl15
1. Die EU reagierte auf Trumps Zölle zunächst mit ________ auf amerikanische Produkte wie Whiskey und Motorräder.
2. Für ________ und Aluminium gilt ein besonders hoher Zollsatz von 50 %.
3. Österreichs ________ in die USA betrug im Jahr 2024 rund 16,2 Milliarden Euro.
4. Ohne das Handelsabkommen hätte ein unkontrollierter ________ gedroht, der beiden Seiten geschadet hätte.
5. Im Rahmen des Abkommens akzeptierte die EU einen einheitlichen Zollsatz von ________ Prozent auf die meisten Waren.
2

Aussagen zur Handelspolitik beurteilen

Entscheide, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.

Trumps Zollpolitik begann 2025 mit Zöllen auf chinesische Waren, bevor auch die EU betroffen war.

Das Handelsabkommen zwischen der EU und den USA sieht einen einheitlichen Zollsatz von 30 % vor.

Österreichs Wirtschaftswachstum könnte laut Wirtschaftsforschern durch die Zölle um 0,2 bis 0,35 Prozentpunkte sinken.

Die EU hat im Rahmen des Abkommens versprochen, weniger amerikanische Produkte zu kaufen.

Stahl und Aluminium sind von einem besonders hohen Zollsatz von 50 % betroffen.

3

Wer ist betroffen?

Ordne die folgenden Auswirkungen den richtigen Betroffenen zu.

Beschreibungen:

a) Soll durch die Zölle vor günstiger ausländischer Konkurrenz geschützt werden
b) Ihre Produkte werden auf dem US-Markt durch die Zölle teurer und weniger wettbewerbsfähig
c) Könnten ihre Arbeitsplätze verlieren, wenn Unternehmen weniger in die USA exportieren
d) Musste im Rahmen des Abkommens versprechen, mehr US-Produkte zu kaufen
e) Zahlen höhere Preise für europäische Importwaren
1.1. Österreichische Exporteure
2.2. US-amerikanische Verbraucher
3.3. EU-Kommission
4.4. Österreichische Arbeitnehmer
5.5. US-amerikanische Industrie
4

Pro und Contra: Das EU-USA-Handelsabkommen

Das Handelsabkommen von Juli 2025 wird kontrovers diskutiert. Sammle Argumente für und gegen das Abkommen aus der Sicht der EU.

Das EU-USA-Handelsabkommen von 2025 war ein guter Kompromiss für die EU

👍 Pro

👎 Contra

5

Analyse und Stellungnahme

Beantworte die folgenden Fragen in eigenen Worten und begründe deine Antworten.

a) Erkläre, warum ein Zollsatz von 15 % für österreichische Unternehmen problematisch sein kann, obwohl er niedriger ist als die ursprünglich angedrohten 30 %.

b) Der weltweite Schaden durch den Handelskrieg wurde auf 1,4 Billionen US-Dollar geschätzt. Erkläre, wie Handelskonflikte auch Länder treffen können, die gar nicht direkt beteiligt sind.

c) Stell dir vor, du berätst die österreichische Regierung. Welche Maßnahmen würdest du empfehlen, um die österreichische Wirtschaft gegen die Auswirkungen der US-Zölle zu stärken?

Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.