Lara, 16 Jahre alt, geht in die 6. Klasse einer Wiener AHS. Vor zwei Wochen hat sie online ein Paar Sneakers für 89 Euro bestellt. Als das Paket ankommt, sind die Schuhe zwei Nummern zu klein. Lara fragt sich, ob sie sie einfach zurückschicken darf — und falls ja, wer das Porto zahlt.
Ihr älterer Bruder Tobias, 19, hat vor einem Monat einen Handyvertrag mit 24 Monaten Bindung unterschrieben. Jetzt findet er ein deutlich günstigeres Angebot bei einem anderen Anbieter und möchte aussteigen. Im Vertrag steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen ein langer Abschnitt mit Kündigungsfristen, den er beim Unterschreiben kaum gelesen hat.
Die Eltern wiederum suchen eine größere Wohnung. Beim Besichtigungstermin legt die Vermieterin einen befristeten Mietvertrag über fünf Jahre vor und verlangt drei Monatsmieten Kaution. Die Familie ist unsicher, was sie unterschreiben darf — und was nicht.
Im Wirtschaftsunterricht der nächsten Woche soll die Klasse genau diese Alltagssituationen analysieren: Welche Rechte schützen Konsument:innen in Österreich? Wann darf man zurücktreten, und wann ist eine Klausel im Kleingedruckten nicht gültig?
Quellen für dieses Szenario: Bundesministerium für Justiz, Rechtsinformationssystem RIS — KSchG, FAGG, ABGB (2025) · Arbeiterkammer Wien, Konsumentenrecht & Verträge (2025) · Verein für Konsumenteninformation, Konsument:innen-Rechte (2025)
Vervollständige den folgenden Text mit den passenden Begriffen aus der Wortbank. Jedes Wort wird genau einmal eingesetzt.
Lies jede Frage aufmerksam durch und kreuze die richtige Antwort an. Es ist jeweils nur eine Antwort korrekt.
Ordne den folgenden Begriffen aus dem Vertragsrecht die passende Erklärung zu. Achtung: Die Reihenfolge der Definitionen ist gemischt.
Beschreibungen:
In Österreich schützt das Konsumentenschutzgesetz Verbraucher:innen vor unfairen Klauseln und gibt ihnen Rücktrittsrechte. Manche Unternehmen kritisieren, dass dieser Schutz zu weit geht und die Vertragsfreiheit einschränkt. Sammle Argumente für beide Seiten.
Sollen Konsument:innen in Österreich noch stärker geschützt werden, oder geht der aktuelle Verbraucherschutz bereits zu weit auf Kosten der Vertragsfreiheit von Unternehmen?
Beantworte die folgenden Fragen in eigenen Worten und mit Begründung. Jede Antwort sollte aus zwei bis drei vollständigen Sätzen bestehen.
a) Erkläre in eigenen Worten, warum es einen Unterschied macht, ob ein Mangel an einem Produkt unter die gesetzliche Gewährleistung oder unter eine freiwillige Garantie fällt.
b) Tobias hat den Handyvertrag unterschrieben, ohne die AGB zu lesen. Welche Risiken entstehen dadurch — und was kann er trotzdem tun, falls eine Klausel ihn übermäßig benachteiligt?
c) Beschreibe eine Situation aus deinem Alltag, in der du selbst einen Vertrag abgeschlossen hast (zum Beispiel Streamingdienst, Kino-Abo, Gutschein). Welches Gesetz oder welches Recht hat dich dabei geschützt?
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.