Marlene ist 17 Jahre alt und besucht eine HAK in Wien. Im Rahmen eines Schulprojekts soll sie eine kritische Analyse des Influencer-Marketing-Marktes erstellen. Sie hat bereits recherchiert, dass der ...
globale Markt auf über 21 Milliarden US-Dollar geschätzt wird und dass die Branche kaum reguliert ist im Vergleich zu klassischer Werbung im Fernsehen oder in Zeitungen. Bei ihrer Recherche stößt Marlene auf einen Fall, der in Österreich für Aufsehen gesorgt hat: Eine Influencerin mit 150.000 Followern hatte monatelang ein Nahrungsergänzungsmittel beworben, ohne es als Werbung zu kennzeichnen. Viele ihrer jungen Follower kauften das Produkt, das sich später als wirkungslos herausstellte. Die Verbraucherschutzorganisation leitete ein Verfahren ein — doch die Geldstrafe war gering. Marlene vertieft sich in die rechtlichen Grundlagen: In Österreich regeln das Mediengesetz, das E-Commerce-Gesetz und das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG) die Kennzeichnungspflichten. Auf EU-Ebene kommen die Richtlinie über unlautere Geschäftspraktiken und der Digital Services Act hinzu. Trotz dieser Gesetze gibt es Schlupflöcher: Was genau gilt als 'Gegenleistung'? Ab wann muss ein Geschenk als Werbung gekennzeichnet werden? In den folgenden Aufgaben analysierst du mit Marlene die wirtschaftlichen, rechtlichen und ethischen Dimensionen von Influencer Marketing. Du setzt dich mit Regulierungsfragen auseinander, bewertest Geschäftsmodelle und entwickelst eigene Positionen zur Verantwortung von Influencern gegenüber ihrer Community.
Setze die passenden Begriffe aus der Wortbank in die Lücken ein.
Ordne die folgenden Geschäftsmodelle den passenden Beschreibungen zu. Achtung: Es gibt mehr Beschreibungen als Begriffe — zwei davon passen zu keinem Modell.
Beschreibungen:
Im Rahmen ihres Schulprojekts soll Marlene eine Stellungnahme zur Frage verfassen, ob Influencer Marketing in Österreich strenger reguliert werden sollte. Sammle jeweils mindestens drei fundierte Argumente für beide Seiten.
Strengere gesetzliche Regulierung von Influencer Marketing in Österreich
Beantworte die folgenden Fragen ausführlich und begründe deine Antworten.
a) Im beschriebenen Fall hat eine Influencerin ein wirkungsloses Nahrungsergänzungsmittel beworben, ohne es als Werbung zu kennzeichnen. Analysiere, wer in diesem Fall Verantwortung trägt: nur die Influencerin, auch das Unternehmen, die Plattform oder alle drei? Begründe deine Einschätzung.
b) Erkläre, warum Influencer Marketing bei Jugendlichen besonders wirksam ist und welche psychologischen Mechanismen dabei eine Rolle spielen. Gehe dabei auf mindestens zwei Mechanismen ein.
c) Entwickle einen konkreten Vorschlag, wie Social-Media-Plattformen Werbung besser kennzeichnen könnten, sodass auch jüngere Nutzerinnen und Nutzer sie sofort erkennen.
Erkläre die folgenden Begriffe differenziert und stelle Zusammenhänge her.
a) Erkläre den Unterschied zwischen 'Schleichwerbung' und 'gekennzeichneter Werbung' im Kontext von Influencer Marketing. Warum ist Schleichwerbung rechtlich problematisch?
b) Was bedeutet der Begriff 'Whitelisting' im Influencer Marketing und warum verschwimmen dadurch die Grenzen zwischen Influencer-Content und klassischer Online-Werbung?
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.