Elif ist 17 Jahre alt und steht vor einer wichtigen Entscheidung. In einem halben Jahr macht sie ihren Schulabschluss und möchte danach ein Studium beginnen. Gleichzeitig arbeitet sie seit einem Jahr ...
in einem Café und verdient 450 Euro netto im Monat. Sie lebt noch zu Hause, bezahlt aber 100 Euro Kostgeld an ihre Eltern, hat einen Handyvertrag (20 Euro), eine Monatskarte für die Öffis (55 Euro) und einen Fitnessstudio-Beitrag (30 Euro). Elif hat sich ausgerechnet, dass sie als Studentin monatlich etwa 800 Euro brauchen wird — für ein WG-Zimmer, Essen, Transport und Lernmaterial. Ihre Eltern können 300 Euro im Monat beisteuern, und sie hat Anspruch auf Studienbeihilfe von 250 Euro. Das bedeutet, sie müsste die restlichen 250 Euro selbst aufbringen und braucht außerdem einen finanziellen Puffer für den Umzug und die Kaution (zusammen rund 1.500 Euro). Ihr Freund schlägt vor, sich gemeinsam ein Auto zu kaufen, um flexibler zu sein. Ein gebrauchtes Auto kostet 3.000 Euro, dazu kommen Versicherung, Steuer und Benzin — zusammen etwa 200 Euro im Monat. Elif ist hin- und hergerissen: Einerseits wäre ein Auto praktisch, andererseits würde es ihre Finanzen für das Studium erheblich belasten. Sie beginnt, die Opportunitätskosten beider Entscheidungen zu analysieren. In den folgenden Aufgaben setzt du dich mit den Herausforderungen einer langfristigen Finanzplanung auseinander. Du analysierst Budgets, berechnest Opportunitätskosten und entwickelst eine fundierte Finanzstrategie für den Übergang ins Erwachsenenleben.
Setze die passenden Fachbegriffe aus der Wortbank in die Lücken ein.
Ordne die folgenden Finanzkonzepte den passenden Beschreibungen zu. Achtung: Es gibt mehr Beschreibungen als Begriffe — zwei davon passen zu keinem Begriff.
Beschreibungen:
Elif überlegt, ob sie gemeinsam mit ihrem Freund ein Auto für 3.000 Euro kaufen soll, obwohl sie in einem halben Jahr ein Studium beginnt und dafür 1.500 Euro Rücklagen braucht. Die laufenden Autokosten würden 200 Euro im Monat betragen. Sammle fundierte Argumente für und gegen den Autokauf. Berücksichtige dabei die Opportunitätskosten, die langfristige Finanzplanung und mögliche Alternativen. Formuliere abschließend eine begründete Empfehlung.
Sollte Elif das Auto kaufen oder das Geld für die Studienfinanzierung zurücklegen?
Beantworte die folgenden Fragen ausführlich und begründe deine Antworten mit Fachbegriffen.
a) Erstelle ein vollständiges Monatsbudget für Elif als Studentin. Berücksichtige folgende Daten: Studienbeihilfe 250 Euro, Elternbeitrag 300 Euro, Nebenjob 250 Euro. Ausgaben: WG-Zimmer 380 Euro, Lebensmittel 150 Euro, Öffis 55 Euro, Handy 20 Euro, Lernmaterial 30 Euro, Freizeit 80 Euro. Berechne den monatlichen Saldo und bewerte, ob das Budget realistisch ist.
b) Erkläre anhand von Elifs Situation, was Opportunitätskosten bedeuten. Vergleiche die Opportunitätskosten des Autokaufs mit den Opportunitätskosten des Verzichts auf das Auto. Welche Entscheidung hat höhere Opportunitätskosten und warum?
c) Elif möchte bis zum Studienbeginn in sechs Monaten eine Liquiditätsreserve von 1.500 Euro aufbauen. Aktuell hat sie 400 Euro gespart. Berechne, wie viel sie pro Monat sparen muss, und entwickle eine konkrete Strategie, wie sie dieses Ziel erreichen kann.
Definiere die folgenden Fachbegriffe präzise und ordne sie in den Kontext der persönlichen Finanzplanung ein. Verwende jeweils drei bis vier Sätze.
a) Was sind Opportunitätskosten? Erkläre das Konzept und gib ein konkretes Beispiel aus dem Alltag einer Schülerin oder eines Schülers, das zeigt, wie Opportunitätskosten bei einer finanziellen Entscheidung entstehen.
b) Was versteht man unter einer Liquiditätsreserve? Beschreibe, warum eine solche Reserve wichtig ist, wie hoch sie idealerweise sein sollte und was passieren kann, wenn man keine hat.
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.