Sarah ist 16 Jahre alt und lebt in Graz. Sie möchte sich ein neues Smartphone online bestellen. Beim Checkout wird sie aufgefordert, den AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) zuzustimmen. Sie scrollt...
kurz durch, versteht nur Bruchstücke und klickt auf 'Akzeptieren'. Sarah fragt sich später: Welche Rechte habe ich eigentlich als Käuferin? Was passiert, wenn das Smartphone fehlerhaft ankommt oder mir nicht mehr gefällt? In der Schule erklärt Sarahs Lehrerin verschiedene Vertragsarten, die Jugendliche im Alltag abschließen: Kaufverträge (Online und offline), Mietverträge (Wohnung, Auto), Arbeitsverträge, Handy- und Internet-Abos, und Versicherungen. Jede hat andere Bedingungen und Regelungen. Besonders bei Online-Verträgen gibt es spezielle Rechte wie das Widerrufsrecht — die Möglichkeit, die Bestellung innerhalb von 14 Tagen zurückzugeben. Sarah erfährt auch, dass Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) zwar von Unternehmen vorgegeben werden, aber nicht alle Klauseln erlaubt sind. Als Konsument schützt sie das Konsumentenschutzgesetz vor unfairen Bedingungen. Auch wenn sie eine Klausel unterzeichnet hat, die ungerecht ist, kann diese unwirksam sein. Das gibt ihr Sicherheit beim Online-Shopping. Später checkt Sarah ihre Handy-Abo-Bedingungen. Sie sieht: Vertragslaufzeit 24 Monate, Kündigungsfrist 1 Monat, monatliche Kosten 19,99 Euro. Sie versteht jetzt, dass sie als Konsumentin Rechte hat — aber auch Pflichten. In den folgenden Aufgaben lernst du mit Sarah, welche Vertragsarten es gibt, wie AGB funktionieren und welche Rechte dich als Konsument schützen.
Ergänze die fehlenden Wörter. Verwende die Wortbank.
Entscheide, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.
Bei Online-Käufen hast du automatisch 14 Tage Zeit, um deine Bestellung ohne Angabe von Gründen zu widerrufen.
Allgemeine Geschäftsbedingungen können beliebig unfaire Klauseln enthalten — wenn du sie unterzeichnest, musst du dich daran halten.
Ein Mietvertrag regelt nicht nur die Miethöhe, sondern auch die Instandhaltung der Wohnung und die Regeln für den Mieter.
Das Widerrufsrecht gilt auch für den Kauf in stationären Geschäften.
Der Konsumentenschutz in Österreich schützt dich davor, unfaire Vertragsklauseln erfüllen zu müssen, auch wenn du sie unterschrieben hast.
Diskutiere die folgende Aussage und nenne Argumente für und gegen sie.
Sollte es ein gesetzliches Widerrufsrecht für Online-Käufe geben?
Beantworte die folgenden Fragen in eigenen Worten.
a) Sarah hat ein Handy online bestellt und es nach 5 Tagen ohne Grund zurückgegeben. Das Geschäft akzeptiert die Rückgabe, verlangt aber 3 Euro Bearbeitungsgebühr. Ist das rechtens? Begründe deine Antwort.
b) Erkläre den Unterschied zwischen dem Widerrufsrecht (14 Tage) und der Gewährleistung (2 Jahre). Wann brauchst du welches Recht?
c) Ein Handy-Abo hat die AGB-Klausel: 'Der Anbieter behält sich das Recht vor, ohne Vorwarnung den Vertrag zu beenden.' Warum ist diese Klausel wahrscheinlich ungültig?
Erkläre die folgenden Begriffe in eigenen Worten. Schreibe jeweils zwei bis drei Sätze.
a) Was sind Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)? Welchen Schutz bietet dir das österreichische Recht gegen unfaire AGB?
b) Erkläre das Widerrufsrecht bei Online-Käufen und beschreibe, wie und wann du es nutzen kannst.
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.