Tobias ist 16 Jahre alt und hat vor drei Monaten einen Samstagjob in einer Bäckerei angefangen. Er verdient dort 320 Euro netto im Monat. Zusammen mit seinem Taschengeld von 30 Euro hat er jetzt deutl...
ich mehr Geld zur Verfügung als früher. Am Anfang hat er sich gefreut und einiges gekauft — neue Sneakers, ein Computerspiel, öfter mit Freunden essen gehen. Doch dann kam die böse Überraschung: Sein Handyvertrag wurde abgebucht (15 Euro), der Vereinsbeitrag für Fußball war fällig (25 Euro im Quartal), und sein Monatsguthaben für die Busfahrkarte musste auch bezahlt werden (50 Euro). Plötzlich war das Konto fast leer, obwohl er eigentlich genug verdient. Tobias versteht nicht, wie das passieren konnte. Seine Mutter erklärt ihm, dass er zwischen fixen und variablen Ausgaben unterscheiden muss: „Die fixen Kosten kommen jeden Monat, ob du willst oder nicht. Die musst du zuerst abziehen. Was übrig bleibt, kannst du dir frei einteilen — aber auch da solltest du einen Plan haben.“ Tobias beschließt, einen Budgetplan zu erstellen und die 50-30-20-Regel auszuprobieren. In den folgenden Aufgaben analysierst du gemeinsam mit Tobias seine finanzielle Situation. Du lernst, wie man fixe und variable Ausgaben unterscheidet, einen Budgetplan aufstellt und finanzielle Ziele realistisch plant.
Setze die passenden Begriffe aus der Wortbank in die Lücken ein.
Entscheide, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.
Fixe Ausgaben sind Kosten, die jeden Monat in etwa gleicher Höhe anfallen, zum Beispiel die Miete oder ein Handyvertrag.
Die 50-30-20-Regel empfiehlt, 50 Prozent des Einkommens zu sparen.
Wenn Tobias 350 Euro im Monat verdient und 90 Euro fixe Kosten hat, bleiben ihm 260 Euro für variable Ausgaben und Sparen.
Ein Budgetplan ist nur dann sinnvoll, wenn man mindestens 1.000 Euro im Monat verdient.
Variable Ausgaben lassen sich leichter reduzieren als fixe Ausgaben, weil man bei ihnen flexibler entscheiden kann.
Tobias überlegt, ob er sich sofort eine neue Spielkonsole für 300 Euro kaufen soll, oder ob er lieber weiter spart und in drei Monaten auch noch Geld für den Sommerurlaub mit Freunden übrig hat. Sammle Argumente für und gegen den sofortigen Kauf und formuliere anschließend deine eigene Empfehlung.
Sollte Tobias die Spielkonsole sofort kaufen oder lieber weiter sparen?
Beantworte die folgenden Fragen ausführlich in eigenen Worten.
a) Tobias verdient 350 Euro im Monat (320 Euro Lohn + 30 Euro Taschengeld). Seine fixen Ausgaben betragen 90 Euro (Handyvertrag 15 Euro, Busfahrkarte 50 Euro, Fußballverein 25 Euro). Wende die 50-30-20-Regel auf sein Gesamteinkommen an und berechne, wie viel Geld er für Grundbedürfnisse, persönliche Wünsche und Sparen zur Verfügung hat.
b) Nenne drei konkrete Maßnahmen, mit denen Tobias seine variablen Ausgaben senken könnte, ohne auf alles verzichten zu müssen. Begründe jede Maßnahme kurz.
c) Erkläre, warum es wichtig ist, bei der Budgetplanung auch an unvorhergesehene Ausgaben zu denken. Nenne zwei Beispiele für solche Ausgaben, die einem Jugendlichen passieren könnten.
Definiere die folgenden Fachbegriffe in eigenen Worten. Verwende jeweils zwei bis drei Sätze und gib, wenn möglich, ein Beispiel an.
a) Was versteht man unter fixen Ausgaben? Erkläre den Begriff und nenne mindestens zwei Beispiele aus dem Alltag eines Jugendlichen.
b) Was ist die 50-30-20-Regel? Beschreibe, wie diese Regel funktioniert und warum sie bei der Budgetplanung helfen kann.
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.