Finanzkrisen — Wenn das Vertrauen in Banken zusammenbricht

Basis⏱ 20 Minuten

📖 Szenario

Sarah ist 14 Jahre alt und lebt in Salzburg. Eines Abends sieht sie, wie ihre Großmutter fernsieht und sich furchtbar aufregt. Es geht um die Finanzkrise 2008. Sarah fragt, was passiert ist. Die Großm...

utter erzählt: Damals sind plötzlich überall Banken zusammengebrochen, Menschen haben Angst bekommen und wollten ihr Geld von der Bank abheben. Die Großmutter erklärt: Manche Banken hatten viel zu viel Geld an Leute geliehen, die es gar nicht zurückzahlen konnten. Dann sind die Häuserpreise gefallen. Plötzlich reichten die Häuser nicht mehr als Sicherheit. Banken konnten das Geld nicht wieder bekommen. Das hat sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Sarah erfährt von ihrer Großmutter, dass sich damals Menschen in Panik angestellt haben, um ihre Ersparnisse von der Bank zu holen. Man nennt das einen Bankrun. Die Angst war größer als das Vertrauen. Manche Banken sind wirklich zusammengebrochen. Menschen haben ihre Ersparnisse verloren. Die ganze Wirtschaft ist in eine schwere Krise geraten — viele Menschen wurden arbeitslos. In den folgenden Aufgaben lernst du mit Sarah, was eine Finanzkrise ist, wie Banken funktionieren und warum Vertrauen so wichtig für ein stabiles Finanzsystem ist. Du erfährst auch, wie Einlagensicherung dich schützt.

1

Begriffe rund um Finanzkrisen zuordnen

Ordne die folgenden Begriffe den passenden Beschreibungen zu. Achtung: Es gibt mehr Beschreibungen als Begriffe — zwei davon passen zu keinem Begriff.

Beschreibungen:

a) Das Vertrauen der Menschen in die Sicherheit und Stabilität von Banken und dem Finanzsystem — ohne dieses Vertrauen kann eine Krise entstehen.
b) Ein System, das Spareinlagen bis zu einer bestimmten Summe (z.B. 100.000 Euro) schützt, falls eine Bank zusammenbricht.
c) Ein Zustand, in dem eine Person oder ein Unternehmen seine Schulden nicht mehr bezahlen kann.
d) Eine Vertrauenskrise im Finanzsystem, bei der Banken und Finanzinstitutionen zusammenbrechen oder große Verluste erleiden.
e) Eine Steuer, die Banken zahlen müssen, um für Krisen vorzusorgen.
f) Ein Phänomen, bei dem viele Menschen gleichzeitig ihre Ersparnisse von einer Bank abheben wollen, weil sie Angst haben, ihr Geld zu verlieren.
g) Ein Programm, das Banken hilft, schneller wieder Geld zu verdienen.
1.Finanzkrise
2.Bankrun
3.Zahlungsunfähigkeit
4.Einlagensicherung
5.Vertrauen
2

Richtig oder falsch?

Entscheide, ob die folgenden Aussagen richtig oder falsch sind.

Eine Finanzkrise ist eine Vertrauenskrise, bei der Menschen Angst haben, dass Banken zusammenbrechen.

Wenn eine Bank insolvent wird, verlieren alle Sparer sofort all ihr Geld.

Ein Bankrun ist eine Situation, in der viele Menschen gleichzeitig ihre Ersparnisse abheben wollen, weil sie Angst haben.

Die Einlagensicherung schützt unbegrenzt alle Ersparnisse, unabhängig von der Summe.

Die Finanzkrise 2008 war eine der schwersten Wirtschaftskrisen der letzten hundert Jahre.

3

Grundwissen Finanzkrisen

Wähle die jeweils richtige Antwort aus.

Welcher Grund war hauptsächlich für die Finanzkrise 2008 verantwortlich?

4

Offene Fragen zu Finanzkrisen

Beantworte die folgenden Fragen in eigenen Worten.

a) Erkläre, was ein Bankrun ist und warum Menschen ihre Ersparnisse abheben wollen, wenn eine Bank in Schwierigkeiten gerät.

b) Sarahs Großmutter war während der Finanzkrise 2008 sehr verängstigt. Warum hat die Angst vor Bankruns die Krise schlimmer gemacht?

c) Wie schützt die Einlagensicherung mit einer Obergrenze von 100.000 Euro die Sparer? Warum kann eine solche Regelung das Vertrauen in Banken wieder herstellen?

5

Wichtige Begriffe erklären

Erkläre die folgenden Begriffe in eigenen Worten. Schreibe jeweils zwei bis drei Sätze.

a) Was ist eine Finanzkrise? Welche Rolle spielen Vertrauen und Angst dabei?

b) Erkläre, wie die Einlagensicherung funktioniert und warum sie so wichtig für Sparer ist.

Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.