Miriam ist 14 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und ihrer Großmutter in Bregenz. Eines Tages erzählt ihre Großmutter beim Mittagessen, dass sie früher als Verkäuferin gearbeitet hat und nun eine Pension von 1.100 Euro im Monat bekommt. Miriam ist überrascht: Das ist weniger, als ihre Mutter in zwei Wochen verdient.
Miriams Großmutter erklärt, dass die Pension vom Staat kommt und dass sie 40 Jahre lang Beiträge eingezahlt hat. Trotzdem reicht das Geld nur knapp. Für größere Anschaffungen oder Reisen bleibt kaum etwas übrig. Sie sagt zu Miriam: „Fang früh an, dir Gedanken über die Altersvorsorge zu machen, damit du es einmal besser hast.“
Miriam versteht noch nicht ganz, was Altersvorsorge bedeutet. In der Schule erklärt ihre Lehrerin, dass es in Österreich drei Säulen der Altersvorsorge gibt: die gesetzliche Pension, die betriebliche Vorsorge und die private Vorsorge. Die gesetzliche Pension allein wird in Zukunft wahrscheinlich nicht mehr ausreichen, um den gewohnten Lebensstandard zu halten.
In den folgenden Aufgaben lernst du gemeinsam mit Miriam die Grundlagen der Altersvorsorge kennen. Du erfährst, wie das österreichische Pensionssystem funktioniert, warum die staatliche Pension allein oft nicht reicht und warum es klug ist, schon in jungen Jahren an die Zukunft zu denken.
Quellen für dieses Szenario: Pensionsversicherungsanstalt PVA, „So funktioniert die Pension“ (2025) · BMSGPK, Sozialschutz in Österreich – Pensionen (2025) · Dachverband der Sozialversicherungsträger, Statistisches Handbuch 2024
Vervollständige den folgenden Text zum österreichischen Pensionssystem. Verwende die Wörter aus der Wortbank. Jedes Wort wird genau einmal eingesetzt.
Ordne den folgenden Begriffen die passende Beschreibung zu.
Beschreibungen:
Entscheide bei jeder Aussage, ob sie richtig oder falsch ist.
In Österreich wird die gesetzliche Pension durch das Umlageverfahren finanziert: Die Beiträge der Berufstätigen zahlen die heutigen Pensionen.
Die drei Säulen der Altersvorsorge sind: gesetzliche Pension, betriebliche Vorsorge und private Vorsorge.
Wer sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, bekommt in der Pension genauso viel Geld wie zuletzt als Gehalt.
Das gesetzliche Pensionsantrittsalter für Männer beträgt in Österreich 2026 65 Jahre.
Mit der privaten Altersvorsorge sollte man erst kurz vor der Pension beginnen, weil sie vorher nichts bringt.
In Österreich wird oft diskutiert, ob die gesetzliche Pension allein genügt, um im Alter den Lebensstandard zu halten. Sammle jeweils mindestens drei Argumente aus beiden Perspektiven.
Reicht die staatliche Pension in Österreich aus, um im Alter gut leben zu können, oder braucht es zusätzlich private und betriebliche Vorsorge?
Beantworte die folgenden Fragen in eigenen Worten und in vollständigen Sätzen.
a) Erkläre das Umlageverfahren in eigenen Worten. Verwende ein einfaches Bild oder Beispiel, um zu zeigen, wie das Geld von den Berufstätigen zu den Pensionierten fließt.
b) Warum könnte die gesetzliche Pension in Zukunft unter Druck geraten? Nenne mindestens zwei Gründe, die mit der Bevölkerungsentwicklung in Österreich zusammenhängen.
c) Welche Möglichkeiten hat ein junger Mensch, privat für das Alter vorzusorgen? Nenne mindestens drei konkrete Beispiele und begründe, warum es sinnvoll ist, früh damit zu beginnen.
Wenn du fertig bist, kannst du deine Antworten als PDF herunterladen und abgeben.